Es ist höchste Zeit wirklich etwas zu tun. Darüber sind sich fast alle „klar“-denkenden Menschen einig.
Aber warum fällt es uns dann so unfassbar schwer, wirklich etwas in unserem eigenen Leben zu verändern?
Warum schaffen wir es nicht unsere individuellen Hürden zu überwinden, und wirklich zu tun was notwendig ist?


Ist es der Eingriff in unsere eigen erdachte Individualität? Ist es die Einschränkung unseres ganz persönlichen Luxus?

Aber was mich ganz persönlich viel mehr interessiert ist die Tatsache, dass wir lieber auf Macher_innen losgehen und sie angreifen,
verurteilen, beleidigen und diffamieren, anstatt die Zeit für die notwendigen Veränderungen zu nutzen.

Dass Greta und Nachhut nicht zwangsläufig immer korrekt und gesellschaftskonform agieren, das ist klar.
Immerhin handelt es sich ja um eine Thematik welche die komplette Gesellschaft verändern könnte. Und ganz nebenbei bemerkt.
Wenn auch zumeist friedlich - eine Klima-Revolution bleibt es und wie soll diese Revolution der Gesellschaft entsprechen?
Und wer mir jetzt mit Machern im Hintergrund kommt und mit dem Argument, dass eh alles gesteuert ist … Bitte!
Und selbst wenn es so ist. Was macht das für einen Unterschied? Es geht ums Klima und damit letztlich um unser Überleben.
Es ist doch scheißegal wer uns darauf aufmerksam macht und vor allem wie uns darauf aufmerksam gemacht wird.
Und wenn jemand einen Nutzen daraus hat, bitte – soll er/sie/es dieses Nutzen einfach genießen.

Was also ist das Problem? Warum werden Greta und die ganzen anderen Aktivisten so dermaßen angegriffen?
Wo liegt die Ursache darin dass WIR ALLE uns lieber mit Aktivitäten die Zeit vertreiben, um die Aktivisten zu diffamieren,
zu bekämpfen, zu beleidigen und letztlich unser eigenes Versagen aufzuzeigen?

Auch wenn uns die Meldungen und die Art von Greta und ihren Fans auf den Sack gehen.

SIE HABEN RECHT.

Wir sind gerade dabei uns die Möglichkeit des Überlebens zu nehmen.
Ich verstehe es einfach nicht.
Mittlerweile gibt es (zumindest für mich) kein Argument mehr warum WIR unsere Zeit mit einem
Anti-Scheiß verbringen und uns nicht damit befassen was WICHTIG ist.

UNSER KLIMA RETTEN und damit auch, UNS RETTEN!


Ranndy Frahm, Berlin, 16. November 2019